Interview mit Barbara Schmidt zu Resilienz und Digitalisierung
Drei Fragen zur Digitalisierung an Barbara Schmidt, Generalsekretärin von Oesterreichs Energie, im Rahmen unseres Executive Roundtable „Vom Megawatt ins Megabyte und wieder zurück“, veranstaltet von Green Energy Lab gemeinsam mit BearingPoint beim European Forum Alpbach 2026.

© Martin Hörmandinger
Welche Rolle spielt die Digitalisierung bei der Transformation des Energiesystems?
Es ist ganz wesentlich, dass wir es hinbekommen, die Erneuerbaren, die vielen Anlagen, aber auch die Energiegemeinschaften, die vielen Player des Energiesystems gemeinsam zu denken und zu verbinden. Und dafür brauchen wir natürlich Daten und Datenleitungen. Bisher haben wir alles mit Stromnetzen verbunden. Zusätzlich müssen wir auch mit Datennetzen verbinden.
Worauf kommt es bei der Digitalisierung des Energiesystems an?
Das System systemisch zu sehen, nicht nur die einzelnen Komponenten. Dazu neigen wir ein bisschen, dass jeder nur seinen Geschäftsbereich sieht. Diese Zeiten sind vorbei. Das System kann nur funktionieren, wenn es gesamthaft gedacht wird.
Wie vermeiden wir die Schaffung neuer Abhängigkeiten, etwa von Daten- und Technologiekonzernen?
Wichtig ist natürlich immer: Das Schlagwort Souveränität darf nicht nur ein Schlagwort bleiben, sondern es ist natürlich wichtig, dass wir auch die Sicherheit haben, dass wir die Resilienz haben und dass wir schauen, dass wir die Daten wirklich bei uns behalten. Da kommen wir dann zum Thema Rechenzentren. Wir von der E-Wirtschaft stehen jedenfalls bereit, schlagen aber vor, dass man auch hier alles gesamthaft denkt und eine Strategie in Österreich erstellt, wo Datenzentren hinkommen sollen und wo die geeigneten Plätze sind. Dann werden wir das sicher schaffen.
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