9. Dezember 2020

So funktioniert Österreichs Energie-Innovationslabor

Damit das Ziel, die Klimaneutralität bereits 2040 zu erreichen, realisiert werden kann, sind alle gefordert. Vom Individuum bis zum Großkonzern gilt es, die besten Lösungen für die Energiesysteme der Zukunft zu entwickeln und den Weg für eine rasche Markteinführung zu ebnen. (Tech & Nature)

Mehr als 200 Partner, 5 Millionen EndkundInnen und ein Investitionsvolumen von 150 Millionen Euro –als größtes Innovationslabor Österreichs bietet das Green Energy Lab die Plattform und Expertise für nachhaltige Energielösungen der Zukunft.

Damit das Ziel, die Klimaneutralität bereits 2040 zu erreichen, realisiert werden kann, sind alle gefordert. Vom Individuum bis zum Großkonzern gilt es, die besten Lösungen für die Energiesysteme der Zukunft zu entwickeln und den Weg für eine rasche Markteinführung zu ebnen.

Mehr als 200 Partner

Viele Herausforderungen und Themenstellungen sind allein nicht lösbar. Es braucht starke Partnerschaften und interdisziplinäre Zusammenarbeit. Das Green Energy Lab zählt mittlerweile mehr als 200 Partner aus Forschung, Wirtschaft und der öffentlichen Hand, mit denen es Raum für „Best-of-Lösungen“ schafft. In der Forschungsinitiative entsteht in der Kernregion Wien, Niederösterreich, Burgenland und der Steiermark ein großflächiges Living Lab für nachhaltige Energielösungen. Die laufende Wissensgenerierung schafft einen erheblichen Mehrwert für alle Kooperationspartner.

Dynamisches Netzwerk

Das Herz des Green Energy Lab bildet der Innovator Circle. Das proaktive Netzwerk sorgt dafür, dass eine weitreichende Kooperation zwischen den Partnern funktioniert. Externe Partner aus anderen Branchen heranzuziehen, schafft mehr Raum für neue und kreative Lösungsansätze. Der Innovator Circle besteht aus Start-ups, etablierten Technologieanbietern, Energiedienstleistern sowie Städten und Gemeinden. Die Mitglieder sind stark international ausgerichtet und legen großen Wert auf Wissensaustausch und Vernetzung. Ihre Bereiche sind breit gefächert – von Technologie- und Energieversorgungsunternehmen, bis hin zu Verwaltung, Verbänden sowie Forschungsinstitutionen.

Gemeinsam innovativ

Kooperation und Co-Creation beflügeln Ideenfindung und Kreationsstärke in den Innovationsprozessen. Jüngstes Beispiel dafür: der Green Future Hackathon des Green Energy Lab. Dort gestalteten kürzlich kreative Köpfe und innovative VordenkerInnen in einer 24-Stunden Challenge die besten Lösungen für konkrete Herausforderungen der Energiebranche auf dem Weg zum zukünftigen, grünen Energiesystem. Die TeilnehmerInnen – von StudentInnen und Startups über technische Professionals bis hin zu UI/UX Designern – erarbeiteten komplexe Lösungskonzepte und -modelle zu einem breiten Themenspektrum an Fragestellungen –Das fünfköpfige Gewinnerteam setzte sich mit einem Modell zur besseren Organisation von Energiegemeinschaften erfolgreich durch.

Zugang zu 5 Millionen EndkundInnen

Auch der Einbezug einer großen Zahl von EndkundInnen bzw. NutzerInnen in Entwicklungsprozesse ist ein erklärtes Ziel der Forschungsinitiative. Durch den indirekten Zugang zu mehr als 5 Millionen Menschen in der Green Energy Lab Kernregion bietet das Innovationslabor ForscherInnen und Unternehmen die Möglichkeit, Innovationslösungen rasch zu testen. Erfolgreiche Lösungen erhalten dadurch Zugang zum lokalen Markt und profitieren von der Anbindung der beteiligten Partner an Exportmärkte. Aktuell werden mehr als 10.000 NutzerInnen aktiv in Innovationsanwendungen eingebunden.

Derzeit begleitet das Green Energy Lab mehr als 30 Projekte mit einem Investitionsvolumen von über € 80 Millionen. Bis 2025 sollen über 150 Millionen Euro in die Innovationen Made in Austria investiert werden. Das ist ein wesentlicher Beitrag zur Energiewende und zur Versorgung mit 100 Prozent erneuerbarer Energie.

Eine Mitgliedschaft beim Innovator Circle ist mit keinen finanziellen Verpflichtungen verbunden. Alle Infos zum Innovator Circle und zur Anmeldung finden sich hier.

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