UserGRIDs

Entwicklung und Demonstration von Digital Energy Services zur Reduktion der Treibhausgas-Emissionen auf einem Forschungscampus

Nutzungszentrierte Planung und Regelung komplexer nachhaltiger Quartiers-Energiesysteme

Weltweit etablieren sich nach und nach immer mehr Innovationsquartiere, um in Forschungs- und Industrieparks, aber auch in Büro- und Wohnquartieren, energiewirtschaftliche und nachhaltige Ziele zu realisieren. Dabei zeigt der Einsatz sogenannter „Digital Energy Services“ bei Planung, Erzeugung, Verteilung und dem Verbrauch von Energie großes Potenzial. Auf Basis der neuen Möglichkeiten der Datenverarbeitung führen Methoden rund um Simulation, IoT Plattformen, Machine Learning, Künstliche Intelligenz und NutzerInnen-Integration zu völlig neuen Ansätzen smarte Energiesysteme zu gestalten.

Diese gilt es im Projekt UserGRIDs für den Ausbau und die Transformation des TU Graz Campus Inffeldgasse, der sich bis 2030 zum Innovationsviertel „INNOVATION DISTRICT INFFELD“ weiterentwickeln soll, zu nutzen.

Ziel des Projekts ist es, diesen Forschungs- und Lehrcampus der TU Graz mit minimalen Treibhausgas-Emissionen betreiben zu können. Dies wird durch digitale Planungsmethoden und optimale Bewirtschaftung der thermischen und elektrischen Speicher, sowie der Energiebereitstellung aus erneuerbaren, volatilen Quellen (Photovoltaik, Geothermie und Abwärme) unterstützt. Dafür wird eine vorausschauende und selbstlernende Regelung eingesetzt, die den Betrieb hinsichtlich Emissionsminimierung laufend verbessern soll.

Smarte Energiesysteme für zahlreiche Akteure dank energierelevanter Echtzeit-Daten

Ein Mehrwert aus dem Projekt ergibt sich vor allem für Betreiber von komplexen Energiesystemen und Anlagen, indem der Einsatz unterschiedlicher Energy Services zur Optimierung von Energiesystemen in Quartieren entwickelt, erprobt und evaluiert wird. Die Komplexität dieser Systeme ergibt sich aus der Vielzahl der interagierenden technischen Subsysteme und der großen Anzahl von AkteurInnen und NutzerInnen, die auf der Grundlage unterschiedlichster Bedürfnisse agieren.

Die Verarbeitung energierelevanter Echtzeit-Daten und das Feedback der NutzerInnen unterstützt die Anpassung der Systeme zur Optimierung von Behaglichkeit, Effizienz und Emissionen.

Demonstration und wissenschaftliche Begleitung des Projekts

Die Demonstration erfolgt im Innovationsviertel „INNOVATION DISTRICT INFFELD“ der TU Graz, in welchem 30 Gebäude, mit ca. 125.000 m² Bruttogeschoßfläche, mit äußerst unterschiedlichen Anforderungen und Nutzungsverhalten, sowie stark fluktuierenden Verbrauchs- und Erzeugungscharakteristiken, zu einem komplexen Energiesystem verbunden sind.

Die wissenschaftliche Begleitung durch mehrere Institute der TU Graz und dem Kompetenzzentrum BEST sichert die wissenschaftliche Dokumentation und Beweisführung, auf deren Basis die Verwertung und die Skalierung auf weitere Anwendungsfälle vorangetrieben werden kann. Die BIG, als größter öffentlicher Grundbesitzer Österreichs, wird die Ergebnisse in ihre Nachhaltigkeitsstandards und in die Vermarktung integrieren.

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