QuantEEFlex – Quantifying the economic value of energy flexibility in urban districts
Flexibilitätspotential und Netzdienlichkeit im Quartier mit Fokus auf lokale Wärmenetze
Dieses Projekt ist abgeschlossen. Hier finden Sie den Abschlussbericht zum Projekt QuantEEFlex zum Download.
QuantEEFlex untersuchte, wie flexible Verbraucher und Speicher in städtischen Quartieren dazu beitragen können, erneuerbaren Strom besser zu nutzen, Lastspitzen zu reduzieren und Energiekosten zu senken. Im Mittelpunkt standen Wärmepumpen und die thermische Speichermasse von Gebäuden, Photovoltaik, Batteriespeicher, Elektromobilität sowie lokale Modelle zur gemeinsamen Stromnutzung.
Für das österreichische Living Lab Werk Möllersdorf entwickelte e7 ein digitales Planungs- und Bewertungsverfahren, das Gebäudesimulation und mathematische Optimierung verbindet. Die Analysen zeigten, dass preisabhängige Wärmepumpensteuerung Kosten senken kann, dabei aber Energieverbrauch und thermischer Komfort gemeinsam betrachtet werden müssen. Besonders deutlich wurde, dass organisatorische Lösungen wirtschaftlich oft wirksamer sind als zusätzliche Technik: Eine gemeinschaftliche Erzeugungsanlage erhöhte im untersuchten Baufeld den PV-Eigenverbrauch und den Autarkiegrad, sodass die jährlichen Stromkosten um rund 11 Prozent sanken. Ein Batteriespeicher erzielte dagegen nur geringe Einsparungen und war unter den untersuchten Bedingungen nicht wirtschaftlich.
Im türkischen Living Lab in Eskişehir wurden PV-Anlagen, zwei Batteriespeicher und eine V2G-fähige Ladestation gemeinsam betrieben. Ein hybrides Energiemanagement kombinierte Optimierung mit einfachen Regeln: Der größere Speicher übernahm Lastverschiebung und Spitzenreduktion, der kleinere glättete kurzfristige Netzschwankungen. Dadurch verbesserten sich PV-Nutzung und Netzbetrieb, während unnötige Batteriezyklen vermieden wurden.
Aus den Ergebnissen entstand ein übertragbarer Flexibilitäts-Planungsansatz. Er unterstützt Projektentwickler, Planer und Netzbetreiber dabei, Zählerstrukturen, Datenzugang, Steuerung und Verantwortlichkeiten frühzeitig festzulegen und Investitionen belastbar zu bewerten.

© JPP ERA-NET SES
Dieses Projekt wurde im Rahmen der gemeinsamen Planungsinitiative ERA-Net Smart Energy Systems (www.eranet-smartenergysystems.eu) über den Additional Joint Call 2023 „Digital Transformation for the Energy Transition“ finanziert. Als solches hat dieses Projekt Mittel aus dem Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon 2020 der Europäischen Union erhalten.



